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Logopäden/innen sind Angehörige eines medizinischen Assistenzberufes. Die Entwicklung in der Medizin führte in den letzten Jahrzehnten mehr und mehr dazu dass Aufgaben, die bisher Ärzten allein vorbehalten waren, an andere Mitarbeiter delegiert wurden.
Einzelne Behandlungsformen nahmen an Zahl und Differenzierung so zu, dass für deren Ausführung eigene Berufe geschaffen werden mussten. So ergab sich bereits Ende des vorherigen Jahrhunderts auch für den Stimm- und Spracharzt (Phoniater) ein Bedarf an speziell ausgebildeten Mitarbeitern, die bestimmte Aufgaben diagnostischer und therapeutischer Art übernehmen konnten. Bei zunehmender Zahl behandlungsbedürftiger Patienten entwickelte sich aus diesen Mitarbeitern der Beruf des Logopäden. Die Berufsbezeichnung wurde abgeleitet aus den griechischen Wörtern "logos" (Wort) und "paedeuein" (erziehen).
Logopäden/innen behandeln Menschen jeden Alters mit Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen, die organisch oder funktionell verursacht sein können. Die Tätigkeit umfasst dabei sowohl die Diagnostik und Therapie als auch die Beratung des Patienten und seiner Angehörigen. Das Ziel der logopädischen Behandlung ist eine individuell befriedigende Kommunikationsfähigkeit. In ihrem Bereich sind Logopäden/innen selbständig und eigenverantwortlich tätig, arbeiten jedoch eng mit dem behandelnden Arzt zusammen. Aufgrund der vielfältigen möglichen Ursachen der verschiedenen logopädischen Störungsbilder ist häufig eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen, z.B. Ergotherapeuten Physiotherapeuten, Psychologen, Pädagogen u.a. erforderlich.